Vorbeugen: Tempo und Aufmerksamkeit
Wildwechsel-Schilder stehen nicht ohne Grund. Wer dort langsamer fährt, verkürzt den Bremsweg deutlich. Taucht ein Tier auf: abblenden, hupen, kontrolliert bremsen und die Spur halten. Riskante Ausweichmanöver enden oft gefährlicher als der Zusammenstoß. Wo ein Tier ist, folgen oft weitere.
Nach dem Zusammenstoß
Zuerst die eigene Sicherheit: Warnblinker einschalten, Warnweste anziehen, Unfallstelle mit dem Warndreieck absichern. Bei Verletzten den Notruf 112 wählen. Danach die Polizei verständigen; sie informiert in der Regel den zuständigen Jagdpächter. Verletzte oder tote Tiere nicht anfassen und keinesfalls mitnehmen.
Dokumentieren hilft
Fotos von Unfallstelle, Fahrzeug und Tierspuren wie Haaren oder Blut sind später hilfreich. Ebenso wichtig ist die Wildunfallbescheinigung, die Jagdpächter oder Polizei ausstellen. Viele Teilkasko-Verträge leisten bei Zusammenstößen mit Haarwild, manche auch bei weiteren Tieren. Was genau versichert ist, steht in den Vertragsbedingungen.
Weiterfahren oder abschleppen?
Auch wenn das Auto noch fährt: Vor der Weiterfahrt sollten Beleuchtung, Kühler und Reifen geprüft werden. Läuft Flüssigkeit aus, leuchten Warnlampen oder sind Scheinwerfer beschädigt, ist es sicherer, das Fahrzeug abschleppen zu lassen. Gerade bei Dunkelheit ist eine defekte Beleuchtung ein Risiko für alle.
Den Schaden begutachten lassen
Hinter einer eingedrückten Stoßstange können beschädigte Halterungen, Sensoren oder Kühler stecken. Ein unabhängiger Kfz-Sachverständiger dokumentiert den Schaden und kalkuliert die Reparaturkosten. Bei Kaskoschäden empfiehlt es sich, die Kostenübernahme für ein Gutachten vorab mit der Versicherung zu klären.