Was als üblich gilt
Ein Auto, das drei oder vier Jahre gefahren wurde, darf Gebrauchsspuren haben. Leichte Waschanlagenkratzer, kleine Steinschläge oder normale Abnutzung der Sitze gehören in der Regel dazu. Anders sieht es bei Dellen, tiefen Kratzern, Bordsteinschäden an Felgen, Rissen in der Scheibe oder Brandlöchern aus. Viele Leasinggeber beschreiben in Leitfäden, was sie als Schaden ansehen. Was im Einzelfall geschuldet ist, ergibt sich aus dem Vertrag; bei Zweifeln hilft eine Fachkanzlei.
Typische Prüfpunkte
Besonders genau werden Felgen, Stoßfänger und Innenraum angesehen. Bordsteinkratzer an Alufelgen, Parkdellen an den Türen und Kratzer an der Ladekante fallen schnell auf. Im Innenraum werden Flecken, Gerüche und Beschädigungen der Polster geprüft. Wer diese Stellen vorab selbst ansieht, weiß, worauf es ankommt.
Rechtzeitig prüfen
Vier bis acht Wochen vor dem Rückgabetermin ist ein guter Zeitpunkt für einen kritischen Blick. Dann bleibt genug Zeit, kleine Schäden beheben zu lassen. Smart-Repair kann kleine Dellen oder Kratzer oft mit überschaubarem Aufwand beseitigen. Größere Schäden sollten fachgerecht repariert werden, denn eine unsaubere Reparatur fällt bei der Begutachtung meist auf.
Unabhängig dokumentieren
Ein Zustandsbericht durch einen unabhängigen Kfz-Sachverständigen hält vor der Rückgabe fest, in welchem Zustand das Fahrzeug ist: mit Fotos, technischer Einordnung der einzelnen Positionen und voraussichtlichen Reparaturkosten. Das schafft eine sachliche Grundlage, falls später über einzelne Punkte gesprochen wird.
Am Tag der Rückgabe
Fahrzeug innen und außen reinigen, alle Schlüssel, Serviceheft und Zubehör mitbringen. Eigene Fotos bei Tageslicht machen, möglichst am Rückgabeort. Das Rückgabeprotokoll in Ruhe lesen und erst unterschreiben, wenn es vollständig ist.